Wer ist we-concept?

Joachim Staebler

1975 in Bielefeld geboren.
Vater von zwei Töchtern.

Arbeitete in Baden‐Württemberg, Niedersachsen und 12 Jahre in Zürich als Gesundheits‐ und Krankenpfleger.
Abgeschlossenes Studium an der Gesundheitsfakultät der Universität Bielefeld. Fundierte Kenntnisse in den Bereichen Architektur, Modellbau, Mechanik und Bionik.

Autodidakt – beeinflusst durch den Konstruktivismus und Bauhausästhetik. Seine künstlerische Sichtweise ist theologisch geprägt, orientiert sich an ethischen Wertesystemen und inkludiert seinen medizinischen Background. Nach zweijähriger Auszeit, in der persönliche Thematiken eingeordnet und verarbeitet werden, beginnt Staebler zunächst mit einer plastisch-künstlerischen Interpretation aktueller Lebenssituationen. Das Spiel mit Form und Farbe steht im Mittelpunkt. Fotografie, konstruktivistisch-architektonische Formwelten und Farbverläufe sowie die Auseinandersetzung und das „Sich-Hineinbegeben“ in Vergangenes und Zukünftiges.

Es folgen experimentelle Arbeiten und das Ausloten chemischer Prozesse. Insbesondere seine naturverbundene, sensorisch und theologische Haltung bestimmen den Werkzyklus „…, glaube nur.“, seine Installation COMPASSION (begehbare Weihnachtskrippe) und das in Planung befindliche Projekt INTEGRATION. Derzeit entsteht die Performance und Installation GEDULDSFADEN. Stäbler thematisiert hier sinnlich, was Kontaktsperre für leibliche Elternteile bedeutet.

Als Gründer der Künstlerkooperation WE‐CONCEPT (2016) realisierte er Projekte in Belgien, Italien, der Ukraine und der Schweiz. Auftragsarbeiten als Autor, Synchronsprecher und Fotograf in den Themenfeldern circular economy und Nachhaltigkeit.ae

Birgit Essling

Bei Birgit Essling geht es immer rund: Die studierte Regisseurin arbeitet für den Kreis Lippe (Beruf) und leitet dort das Büro für Kreislaufwirtschaft (Berufung) – eine runde Sache eben. So wie der Verlauf ihrer Vita. Nach Stationen in Brüssel, Paris und London wohnt die Lobbyistin fürs Überleben der Menschheit wieder in Schildesche. Von dort aus dem Homeoffice lenkt sie an zwei Tagen in der Woche die Lieferkette ihrer Argumente durch die Welt. Und die steht ganz im Zeichen der Endlichkeit. Nicht religiös, sondern rohstofflich gedacht. Was unendlich viele Fragen aufwirft. Wie zum Beispiel: Soll eine Solaranlage aufs Dach oder weitere Etagen? Braucht die Milchpackung einen Plastikverschluss? Muss jeder T-Shirts aus Biobaumwolle tragen? Und bedeutet Verzicht dann die Lösung aller Probleme? Auf keinen Fall, sagt Essling, sie favorisiere das Tun – vorzugsweise als Nützling. Also eröffnet sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten Joachim Staebler eine Galerie namens „We concept“. Damit sich der Kreis schließt